Landkreis rechnet mit 9.600 Flüchtlingen

Wie die BNN am 6.11. berichtete, rechnet der Landkreis damit, dass 2016 rund 9.600 Plätze für Flüchtlinge benötigt werden. Ende des Jahres 2015 sollten es 5.500 Plätze sein.

Auch rechnet der Landkreis mit rund 3.000 Personen, die in die Anschlussunterbringung aufzunehmen seien.


Angemerkt:

Diese Zahlen überraschen niemanden, der die Entwicklung der vergangenen Monate verfolgt hat. In meinen Beiträgen habe ich ebenfalls mehrfach darauf hingewiesen.
Allerdings, und nun kommt wieder der Zahlenmensch zu Wort, sind die Prognosen des Landkreises eher eine best-case Rechnung:

  1. 5.500 Plätze bis Ende 2015: Hier scheint der Landkreis einzurechnen, dass die Zahl der tatsächlich für 2015 zu erwartenden Flüchtlingen sich aufgrund des vorübergehenden Aufenthalts in der LEA nicht sofort auf die Gemeinschaftsunterkünfte durchschlagen.

  2. 9.600 Plätze 2015 und 2016 bedeuten nach dem Königsteiner Schlüssel:
    Der Landkreis rechnet mit 1,6 Mio Flüchtlingen in Deutschlnd in beiden Jahren zusammengenommen.
    Dies würde einen bedeutenden Rückgang der Flüchtlingszahlen in 2016 voraussetzen.

Niemand kann in die Zukunft blicken. Aber Szenarien rechnen.
Die von Bühler angesprochenen Kombi-Modelle (Gemeinschaftsunterkunft = auch Anschlussunterbringung) dürften der angestrebten Integration nicht besonders dienlich sein.

Zeit zu handeln, um den Flüchtlingen wie auch den Kommunen  Zukunftsperspektiven zu schaffen.