Katze aus dem Sack II: Anstatt Schuldenabbau: Neuverschuldung!

Wie die BNN in ihrer Ausgabe vom 24.11.2015 berichtet, wurde in der Haushaltsvorberatung der Gemeinderatssitzung vom 21.11.2015 der Haushaltsplanentwurf 2016 vorgestellt. Demgemäß ist eine Kreditaufnahme in Höhe von € 3,3 Mio. vorgesehen. Noch höher würde die Kreditaufnahme aussehen, wenn es nicht einen tiefen Griff in die Rücklagenkasse geben würde. Demnach schmelzen die Rücklagen von derzeit knapp € 4 Mio. fast auf die Mindestrücklage (€ 624.000).

Meine Ausführungen zum Thema "Finanzen Waldbronn" sowie die Planungen der Verwaltung wurden offenbar mehr als bestätigt.
Vor noch nicht  einmal 7 Monaten wurde der Nachtragshaushalt 2015 beschlossen, der offensichtlich zwischenzeitlich obsolet ist.

Bemerkenswert in diesem Zusammenhang ist auch, dass offenbar noch immer schlicht falsche Zahlen in der Öffentlichkeit kommuniziert werden. Laut BNN plant die Gemeinde für die Anschlussunterbringung von Flüchtlingen in der Bahnhofstrasse Waldbronn € 600.000 ein.

Die tatsächlichen Gesamtkosten belaufen sich jedoch auf weit über € 1 Mio. - ohne Grundstück.
Die € 300.000 Nebenkosten sowie die Umsatzsteuer (Gemeinde kann Vorsteuerabzug nicht geltend machen) kann man ja in Waldbronn vernachlässigen...

Hierzu auch meine ausführlichen Kommentare zum Thema Anschlussunterbringung sowie mein Newsbeitrag vom 16.11.2015.

"Kein Interesse der Bürger" kommentiert die BNN.
Wie auch? Weder war und ist der Haushaltsplanentwurf 2016 vorab veröffentlicht worden, noch konnten die Bürger aufgrund der bisherigen Verlautbarungen der Verwaltung und der Mehrheit der Gemeinderäte annehmen, dass es nun mehr als eng wird und in der Folge auch jeder Bürger dies zu spüren bekommen wird.
Konkrete Einsparvorschläge,
die sich nachhaltig auf die Haushaltszahlen auswirken könnten, wurden laut BNN von der Verwaltung nicht gemacht.

Wir kennen es ja schon: Weiter wie gehabt - und auf Wunder warten.
Ich bleibe dran...