Zahlenakrobatik im Beteiligungsbericht Waldbronn

Am 25.11.2015 fand eine Gemeinderatssitzung u.a. mit den Themen Beteiligungsbericht zur Kurverwaltungsgesellschaft statt.

Was sich erfreulich anhört und anhören soll, nämlich eine Verbesserung des Ergebnisses um € 177.000 und somit einen Jahresüberschuss in Höhe von € 36.000, stellt sich bei näherer Betrachtung als falsch heraus.
Der Jahresüberschuss in Höhe von € 36.000 versteht sich nach Zuschuss der Gemeinde in Höhe von rund € 509.000 in 2014.
Der Zuschuss der Gemeinde belief sich 2013 allerdings auf lediglich € 465.000.
Die Gemeinde hat ihren Zuschuss 2014 um € 44.000 erhöht.

Unter dem Strich
kann also nur von einer Ergebnisverbesserung in Höhe von € 133.000 gesprochen werden. Und nicht von € 177.000.


Das Betriebsergebnis der Albtherme habe sich um € 178.000 verbessert, und liege nun bei plus € 44.000, das des Freibads habe sich um 41.000 verschlechtert. Soweit- so gut.
Doch taucht nicht bei der Gemeinde ein weiterer erheblicher Zuschussbedarf für die "Thermalwasserversorgung" auf?
"Doppik und Konzernabschluss nicht eingeführt Gott sei Dank"

Und da die Zuschüsse für die sonstigen Einrichtungen sich reduziert hätten, bleibt noch das Politikum Eistreff.
Dort hat sich der Zuschussbedarf erhöht. Jedoch nicht als Eigentümer des Eistreffs (das ist Waldbronn), sondern nur als "Betreiber" durch die Kurverwaltungsgesellschaft.

Wie hoch jedoch der Zuschussbedarf seitens der Gemeinde als Eigentümer war, darüber schweigt man sich in dieser Sitzung aus. Doch darüber habe ich bereits berichtet.
Siehe hierzu auch diese Aufstellung...


Und ob die Pachtzahlungen an die Gemeinde angemessen sind oder nur symbolischen Charakter haben, um die Bilanz der Kurverwaltung zu verbessern - darüber wird der Gemeinderat zu entscheiden haben. 
Dass bei all dieser Zahlenakrobatik der vergangenen Jahre bis heute und "weiter wie gehabt"-Mentalität der Haushaltsentwurf 2016 so aussieht, sollte nicht überraschen.

Es überrascht auch nicht, dass eine Finanzplanung der Beteiligungen für die nächsten Jahre kein öffentliches Thema war. Denn da könnten ja "Überraschungen" auftauchen, die die positiven Botschaften vermiesen? Den Minimalanforderungen in Sachen Beteiligungsbericht wurde ja Genüge getan...