Studie: Gemeinschafts-Unterkünfte erschweren Akzeptanz von Flüchtlingen

Eine Studie der Robert-Bosch-Stiftung belegt, dass Gemeinschaftsunterkünfte (wie beispielsweise in Neurod für bis zu 600 Flüchtlinge geplant) nicht nur die Akzeptanz von Flüchtlingen erschwert, sondern auch schädlich für Integrationsbemühungen sind.
In Gemeinschaftsunterkünften sollten nicht mehr als 50-100 Flüchtlinge unterkommen.

Die gesamte Studie, hilfreich für alle, die in Kommunen Verantwortung tragen, kann man hier herunterladen...

Meine Anmerkungen dazu:

Nicht zu verwechseln sind Gemeinschaftsunterkünfte, für die der Landkreis zuständig ist, mit der sogenannten Anschlussunterbringung (Kommunen).

Während in Gemeinschaftsunterkünften für die Dauer von maximal 2 Jahren alle Asylbewerber untergebracht werden, über deren Asylantrag noch nicht entschieden ist, kommen in die Anschlussunterbringung nur Asylbewerber, die anerkannt sind.

Die Gemeinschaftsunterkünfte sind deshalb aufgrund der Herkunftsländer besonders problematisch.
Denn darunter finden sich im Durchschnitt des Jahres 2015- siehe Flüchtlingsstatistik des BAMF - noch ca. 50% Asylantragsteller, die aus sicheren Herkunftsländern kommen und die deshalb eher als Wirtschaftsflüchtlinge zu bezeichnen sind: Balkanländer wie Kosovo, Albanien, Serbien, einige afrikanische Länder, Georgien...

In der Kriminalitätsbelastung sind Flüchtlinge aus diesen Ländern besonders problematisch.
Hierzu auch der Chef des Bundes Deutscher Kriminalbeamter (BDK) im Interview mit der WELT
Keine Probleme sieht Schulz bei echten Kriegsflüchtlingen und anerkannten Asylbewerbern.
Denn wer vor Verfolgung, Tod, Zerstörung oder Vergewaltigung geflohen ist, kommt nicht nach unfassbaren Strapazen nach Deutschland, um hier kriminell zu werden.
Differenzierung wäre angebracht, um auch den Ängsten in der Bevölkerung gegen anerkannte "Asylbewerber in der Nachbarschaft" entgegentreten zu können.

Die vom Innenministerium kommunizierte Anzahl der Abschiebungen (bis November 2015: 18.363 - siehe FAZ) sind vor dem Hintergrund, dass hunderttausende Wirtschaftsflüchtlinge noch immer in Deutschland sind und die wirklich Schutzbedürftigen aus Bürgerkriegsgebieten quasi blockieren, ein Tropfen auf den heissen Stein. Oder Wahlhilfe für AfD und Konsorten.