Zoff wegen Pachtgebühren Festhallen-Nutzung der Vereine

Was eigentlich nur eine Randnotiz aus der Sitzung des Gemeinderats vom 11.5.2016 wert gewesen wäre, entwickelte sich zu einer hitzigen Debatte:

Die Pachtsätze für Vereinsfeste in der Festhalle.

Nachdem die Vereine die hohen Pachtgebühren, insbesondere an Wochenenden beklagt hatten, schlug die Verwaltung eine Senkung des Tarifs um € 100 auf € 500 an Sonntagen vor. Die übrigen Pachtgebühren ( Werktags € 200 und Samstags € 350 sollten unverändert bleiben.

 

Der Antrag der Fraktion der Freien Wähler...

...ging jedoch weit darüber hinaus. Diese forderten eine Reduzierung der Pachtgebühren um 50% und somit um rund € 8.000 im Jahr. Mit dem Ziel einer besseren Unterstützung der Vereine.
Die seitens der Verwaltung angebotene Reduzierung sei Schaumschlägerei, wie die BNN weiter berichteten.

Als "populistisch" wurde seitens der SPD dieser Antrag bezeichnet, insbesondere unter dem Aspekt, dass gerade die Freien Wähler immer wieder Einsparungen forderten.

Die Anmerkung der Grünen, dass es lächerlich sei, über diese € 8.000 zu streiten, während viel höhere Beträge (Anm.: man denke an die € 3 Mio. Steuergeld für die Albtherme) einfach durchgewunken würden, brachten dann CDU und SPD wieder auf den Plan.

 

Es kam, wie es kommen musste: Mehrheitlich wurde der Vorschlag der Verwaltung angenommen.

Kommentar:

  1. Die Pachteinahmen 2015 betrugen insgesamt € 11.725.
    Es gab 33 Belegungstage, davon 24 durch Vereine (Vorlage für Gemeinderat vom 24.2.2016)
    Rechnerisch entfallen somit lediglich € 8.527 auf Vereine.
  2. Der Vorschlag der Verwaltung dürfte für die Vereine eine Kostenreduzierung von knapp € 1.000 darstellen, derjenige der Freien Wähler von rund € 4.000
    Differenz runde € 3.000.

Es mutet nun seltsam an, dass darüber trefflich gestritten wird.
Während Millionenbeträge tatsächlich (z.B. in "geheimen" Kurverwaltungs-Beiratssitzungen beschlossen) von der großen Mehrheit des Gemeinderats durchgewunken werden.