Leitbild 2025: Ergänzungen eingefügt

In der Sondersitzung des Gemeinderats vom 13.7.2016, der zusammen mit den Leitbildgruppen tagte, wurde das Leitbild in einigen Punkten modifiziert.

Im Einzelnen darf an dieser Stelle auf den sachlichen Bericht auf Waldbronn.de hier-> verwiesen werden.

So ist es halt mit der Kommunikation.

Am Beispiel  „Der Bedarf an Wohn-, Betreuungs- und Freizeitangebote wird regelmäßig von der Gemeinde erhoben“ zeigte sich, dass der Gemeinderat darunter eine quantitative, d.h. zahlenmäßige Erhebung, verstand, die Leitbildgruppe jedoch eher qualitative Erhebungen (Wie zufrieden sind die Bürger mit den Angeboten) meinte. Dem konnte dann der Gemeinderat grundsätzlich zustimmen.

 

Die Gefahr weiterer Betonklötze in Waldbronn ist jedoch bei Weitem nicht gebannt: Im Leitbild ist als Ziel u.a. verankert: "Die innerörtliche Nachverdichtung erfolgt behutsam und maßvoll unter Vermeidung von Überbauung".

Bekanntlich gibt es in Waldbronn vielfach keine Bebaungspläne. Dies wollten die Gruppe "Bauen und Wohnen" mit Gestaltungssatzungen regeln.
Dieser Punkt, so Bürgermeister Masino, sei gestrichen worden, da der Gemeinderat sich entschlossen habe, Bebauungspläne zu erstellen.

Für die Erstellung von Bebauungsplänen jedoch warf der Bürgermeister Kosten von 0,5 Mio. Euro in den Raum (weswegen das alles dauern könne...).
Ob überhaupt die Kosten bereits verlässlich erhoben wurden oder ob Kostenvoranschläge nun eingeholt werden, blieb jedoch offen.

Damit bleibt über den § 34 BauGB mit jeweils strittiger Auslegung jedoch auf nicht absehbare Zeit  Tür und Tor geöffnet, Betonklötze in das Ortsbild einzufügen - z.B. Aldi-Erweiterung mit zusätzlichem Investoren-Wohnbau, neues geplantes Mehrfamilien-Wohnhaus in der Stuttgarter Straße (gegen das sich Bündnis90/Grüne ausgesprochen hat).


Da sich die Verwaltung offenbar nicht mit den Möglichkeiten einer Gestaltungssatzung auseinandergesetzt hat (laut BNN konnte die Frage nicht beantwortet werden, ob örtliche Satzungen verbindliches Recht darstellen), ist fraglich, ob der politische Wille des Verhinderns von Betonklötzen überhaupt vorhanden ist.