Trauerspiel Teil 1: Schwarzer Peter wird Gemeinderäten zugespielt

"Finanzieller Drahtseilakt in Waldbronn" - so die Überschrift der BNN vom 16.11.2016 zu den Haushaltsvorberatungen der Gemeinde Teil 1.
Die regelmäßigen Leser der Beiträge von Zukunft Waldbronn wird dies nicht wundern.
Bereits im Dezember 2015 und Januar 2016 wurde von mir darauf hingewiesen, dass die Pleite vorprogrammiert ist ->
und politischer Opportunismus über Vernunft und Weitsicht gesiegt hat ->

Offensichtlich gehören größere Teile des Gemeinderats nicht zu meinen Lesern.

"Nein, einen Haushalt in dieser Form habe er nicht erwartet" tut ein überraschter Jens Puchelt (SPD) laut BNN kund.

Doch wer lesen (und rechnen) kann, ist klar im Vorteil.


Zu den Fakten: Wenn nicht ein Wunder geschieht (oder eine göttliche Eingebung über den Boten Alois im Hofbräuhaus kommt), so ist Waldbronn 2018 pleite.

Denn die Ausgaben des Verwaltungshaushalts können nicht mehr gedeckt werden. Und eine Schuldenaufnahme für diese Zwecke ist nicht zulässig!

Die Schuldigen sind seitens der Verwaltung und Bürgermeister Masino schnell ausgemacht:

Kreisumlage, Kinderbetreuung, weniger Schlüsselzuweisungen...Prima. Tenor: "Wir können nichts dafür".
Dass die Probleme hausgemacht sind und Bürgermeister Masino sowie große Teile des Gemeinderats dafür verantwortlich sind, darüber schweigt ein Bürgermeister, der gerne wiedergewählt werden möchte.
Auch die Freien Wähler haben diese Situation schon lange vorhergesagt, und schon deshalb dem Haushalt 2016 nicht zugestimmt. 

Die Krone des Ganzen liegt jedoch darin, dass nun den Gemeinderäten der "Schwarze Peter" zugespielt wird.

Ein vollmundig von Bürgermeister Masino mehrfach angekündigter "Masterplan" wurde nicht aufgestellt.
Warum? Wie oben dargestellt: wenn man wiedergewählt werden möchte, will man natürlich keine Streichliste (Giftliste) und Gebührenerhöhungsliste vorlegen. Das sollen nun die ehrenamtlich tätigen Gemeinderäte machen.

Das Kind ist nun in den Brunnen gefallen, und die Verursacher wollen sich nicht die Hände schmutzig machen, so mein vorläufiges Fazit zu den Vorberatungen Teil 1.


Nun soll erst mal nicht-öffentlich beraten werden (Bürgermeister Masino wird wissen, warum), und dann wieder Teil 2 am 23.11.2016 öffentlich.

Am 23.11. stehen dann weitere Steuererhöhungen für Bürger und Gewerbetreibende bereits auf der Tagesordnung! Die Kindergartengebühren wurden ja erst jüngst erhöht.

Bezeichnend:
Die nun nachträglich auf den Seiten von Waldbronn dargestellte Präsentation zum Haushaltsentwurf - siehe hier-> waren im Bürgerinformationssystem nicht veröffentlicht - und wurden nun nur in einer "zensierten" Fassung veröffentlicht. Transparenz - wie war nochmal Dein Name?

Selbstverständlich wird Zukunft Waldbronn die Ergebnisse verfolgen und kommentieren.