Randnotizen: Vergessen einkalkuliert?

In der Sitzung des Gemeinderats vom 24.2.2016 wurden ausserplanmäßige Mittel für die Anbindung des Eistreffs an die Energiezentrale bewilligt.

Zitat aus Beschlussvorlage:

"Durch die Herstellung der Verbindungsleitungen auf Kosten der Gemeinde entfallen insoweit auch evtl. Ablösebeträge bei der Kündigung bzw. Auflösung des abzuschließenden Energielieferungsvertrages."

Und weiter:
"Durch die Investition der Gemeinde in die Leitungen ergeben sich für den Fall, dass der noch abzuschließende Vertrag über Energielieferungen, gleichgültig zu welchem Zeitpunkt gekündigt werden sollte, keine Ablösebeträge. "

Und weiter:
"Der Ausschuss hat des Weiteren folgende Rahmenbedingungen für die vertraglichen Vereinbarungen empfohlen:
- ... 
- Bei einer vorzeitigen Kündigung des auf 10 Jahre befristeten Vertrages dürfen die Ausstiegskosten einmalig maximal 10.000,00 € betragen.
-...
So weit so gut. In der Vorlage für die GR-Sitzung am 25.10.2017 liest sich das nun so:

"Bei einer Kündigung der Vereinbarung durch die Gemeinde würden folgende Ausgleichswerte (Nettobeträge), wie bereits dem Gemeinderat vorgestellt, fällig werden: Kündigung bis zum

- 31.12.2017 Ausgleichswert  50.000 €

- 31.12.2018 Ausgleichswert 40.000 €
- 31.12.2019 Ausgleichswert 30.000 €
- 31.12.2020 Ausgleichswert 20.000 €
- 31.12.2021-31.12.2026 Ausgleichswert 10.000 €"

 

Der Vorlage für den Gemeinderat ist anzumerken, dass man seitens des Bürgermeisters das Imageobjekt "Eistreff" liebend gerne aufrechterhalten möchte. Und um die Ziele durchzusetzen, scheinen sich nicht alle Fakten in schriftlichen Beschlussvorlagen wiederzufinden - siehe oben.
Oder war den Gemeinderäten dies alles bewusst?
Anscheinend wurde mündlich etwas anderes als in der Beschlussvorlage diskutiert.
Der Gemeinderat jedenfalls beschloss am 24.2.2016 einstimmig bei 5 Enthaltungen die ausserplanmäßigen Mehrkosten für die neue Energiezentrale - siehe hier->

Bei der aktuellen Sitzung des Gemeinderats am 25.10.2017 werden Alternativ-Nutzungen vorgestellt. Im Detail siehe hier->
Und es geht um die "Vergabe eines Prüfauftrags für Nutzungsalternativen bzw. für Abbruch- und Entsorgungskosten".
Wir werden berichten...

Vergessen einkalkuliert? Teil 2:

Wir erinnern uns:

In der Sitzung des Gemeinderats vom 28.09.2017 wurde eine sogenannte "Kosten-Nutzen-Rechnung" des Baugebiets Rück II vorgestellt.
Obgleich die aufgemachte Rechnung viele Positionen wie Abschreibungen etc. nicht enthielt, so wird selbst die damalige Rechnung nun obsolet.
Kalkuliert wurde beispielsweise mit einer Kita/Kiga mit 3 Gruppen für das Baugebiet, 3 Gruppen für Kinder ausserhalb des Neubaugebiets.

Nun stehen kurzfristig 3 Gruppen  Erweiterung Don Bosco an. Baukosten je Gruppe (wenn´s reicht) € 500.000, somit € 1,5 Mio.

Wie jedoch der Sitzung des AUT vom 11.10.2017 zu entnehmen ist, geht man nun (richtigerweise) von 6 Gruppen für Rück II aus. Zusätzlich. siehe hier->
Die Baukosten dürften sich somit auf über 3 Mio. belaufen. 
Macht zusammen 4,5 Mio.

Die schön gerechnete Kosten-Nutzen-Analyse hat sich somit auch erledigt.