Eistreff: Erst mal weiter wie gehabt!

Den Äußerungen von Joachim Lauterbach (CDU) während der Gemeinderatssitzung am 25.10.2017 könnte entnommen werden, dass es bereits Einsparauflagen (oder Einsparvorhaben) in der Größenordnung von € 1,2 Mio. gibt. Siehe hier->

Ralf Störzbach (FW) sprach laut BNN gar von € 1,5 Mio. Ob diese Einsparungen in der Haushaltsstrukturkommission unter Berücksichtigung der externen Berater (Kommunalberatung Kehl) entstanden oder auf Vorgaben des Landratsamts zurückzuführen sind - wir wissen es nicht.

Denn es werden - wie gehabt - die kritischen Themen weiter als "Geheimsache" behandelt.

Ergebnisse der Haushaltsstrukturkommission oder einer Klausurtagung des Gemeinderats (die - so Bürgemeister Franz Masino - relativ kurzfristig nach der Sommerpause einberufen werden sollte), liegen jedenfalls nicht auf dem Tisch der Öffentlichkeit. 

Eine Klausurtagung des Gemeinderats hat laut Bürgerinformationssystem bisher jedenfalls nicht stattgefunden und ist derzeit auch nicht angesetzt.

So kam es wie es kommen musste:

Es wurde noch nicht einmal ein Gutachten zur Alternativnutzung des Eistreffs beschlossen, sondern es sollen nun Gespräche mit Agilent hinsichtlich derer Erweiterungspläne geführt werden. Dieser Vorschlag wurde allerdings von den Freien Wählern eingebracht. Und nicht von Bürgermeister oder SPD.
Das ist durchaus vernünftig. Nur:
Warum wurden diese Gespräche seitens der Verwaltung nicht längst geführt und die Ergebnisse in der Sitzung vorgestellt? Wo doch gerade der Bürgermeister das Thema "Gewerbeflächen, Standortsicherung und Erweiterung" immer wieder thematisiert?

Es fehlt anscheinend  schlicht am politischen Willen des Bürgermeisters, wenigstens einen kleinen Teil des seit Jahren angekündigten Masterplans zu "liefern". 

Der Eistreff sei nicht der größte Verlustbringer - so Franz Masino abschließend.
Betriebswirtschaftlich gesehen ist er es schon. Denn Abschreibungen und Zinsen müssen halt auch erwirtschaftet werden. Spätestens 2020 nach Einführung der sogenannten Doppik. 

So dürfen wir weiterhin gespannt sein, welche der großen Verlustbringer in Waldbronn, ob

- Musikschule
- Bücherei
- Volkshochschule
- Sportstätten u.a.

dazu beitragen sollen, die von Joachim Lauterbach genannten € 1,2 Mio. (oder € 1,5 Mio.) einzusparen.