Täglich 9.000 Fahrzeuge in der Talstraße

Wie die BNN am 12.10.2018 berichtete, rechnen die Verkehrsexperten künftig - bedingt durch das Neubaugebiet Rück II und die Aldi-Erweiterung - mit künftig 9.000 Fahrzeugen täglich in der Talstraße.

So dargestellt im AUT (Ausschuss für Umwelt und Technik) am 10.10.2018.

Zum Vergleich: Laut Lärmaktionsplan vom Dezember 2016 (auch des Büro´s Köhler und Leutwein)  hat die L609 /Ettlinger Straße ein Verkehrsaufkommen zwischen 6.600 und 10.560 Fahrzeugen täglich.
Und die K 3561/Stuttgarter Straße ein solches zwischen 6.500 und 9.500 Fahrzeugen.

Nicht nur die Beeinträchtigung der Anwohner durch ein entsprechendes Verkehrslärmaufkommen, sondern auch die Parkplatzsituation und die Sicherheit der Bürger und Kinder im Straßenverkehr wird wohl eine Herausforderung werden.

Denn so, wie es am grünen Tisch geplant wurde, verspricht die Talstraße ein Ärgernis für die Verkehrsteilnehmer zu werden. So sind beispielsweise 5 Meter lange Parkbuchten quer zur Straße vorgesehen. Das weit ausholende Ein- und Ausparken dürfte nicht nur den Verkehrsfluss beider Fahrspuren beeinträchtigen, sondern auch  die Karosseriewerkstätten zukünftig erfreuen.
Die strittige Verkehrsverengung von 7,50 auf 6,50 Meter sieht Frank Rogner von Köhler & Leutwein auch im Falle von Fahrradfahrern als ausreichend an. Hier verwies er auf die Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 km/h - ein Tempo, bei dem die Radfahrer gut im Verkehr "mitschwimmen" könnten - so die BNN.

Herrn Rogner scheint hiebei entgangen zu sein, dass die Talstraße von Fahrradfahren nicht nur talwärts, sonder auch bergwärts befahren wird. Oder er überschätzt die Fitness der Waldbronner Radler, die bergwärts mit 30 km/h "mitschwimmen" sollen.

Wir dürfen gespannt sein, ob sich die Planungen im Praxis-Härtetest bewähren. Eines jedenfalls steht wohl heute schon fest: Die vergleichsweise geringere Lärmbelästigung in der Talstrasse dürfte bald der Vergangenheit angehören.