Eistreff-Zahlen 2018 - "fake news" oder aus "vertraulichen Quellen?"

Eine bemerkenswerte Darstellung der SPD/Bürgerliste zur finanziellen Situation des Eistreff´s fand sich im Amtsblatt vom 7.3.2019. Zitat:

"Im Jahr 2018 hat die Gemeinde den laufenden Betrieb des Eistreffs mit 62.550 € bezuschusst, und erhält im Gegenzug von der Kurverwaltung eine Pacht von 50.000 €. Das sollte es uns doch wert sein, zumal wir heute auf Grund guter Gewerbesteuereinnahmen wesentlich besser dastehen als 2017!"

Hierzu aus dem Haushaltsplan 2018 mit 1. Nachtragshaushaltsplan (NT 2018), abzurufen hier-> :

Aus nebenstehender offizieller Darstellung der Gemeinde ergibt sich, dass der Zuschussbedarf des Eistreffs für 2018 mit
€ 578.000 geplant wurde.
Die Zahlen in Klammern stellen kalkulatorische Kosten (Abschreibungen, Zinsen) und innere Verrechnungen (z.B. Aufwand von Personal der Gemeinde, aber auch Wartungsverträge etc. siehe unten) dar.

Diese Kosten müssen ebenfalls erwirtschaftet werden!
Alles andere ist eine Milchmädchenrechnung.

Die Verlustabdeckung (=Verlust der Kurverwaltung, der durch die Gemeinde abgedeckt werden muss) an die Kurverwaltung für verpachtete Objekte beträgt übrigens € 405.000 (Plan).

Da es bisher keinerlei offizielle Informationen zum Ergebnis der Kurverwaltung 2018  und somit auch des Eistreffs gibt (der Beteiligungsbericht wird üblicherweise erst im Herbst vorgelegt), ergeben sich hier zwangweise folgende Fragen:

1. Woher will die SPD/Bürgerliste Zahlen zum Eistreff 2018 haben?

Allenfalls Bürgermeister Franz Masino könnte über (vorläufige?) Zahlen 2018 verfügen. Wenn überhaupt.

Und der Kurverwaltungsbeirat tagt nichtöffentlich. Zukunft Waldbronn hat hierüber bereits mehrfach berichtet ( z.B. hier->). In diesem Beirat sitzen u.a. Marianne Müller, SPD, sowie Hubert Kuderer (Bürgerliste/jetzt Aktive Bürger).

Hierzu gibt es leider nur 3 mögliche Antworten:

- handelt es sich um fake news der SPD/Bürgerliste? Wenn nein:
- lieferte SPD-Bürgermeister Franz Masino als Geschäftsführer der Kurverwaltungsgesellschaft
  Zahlen und somit Argumentationshilfe für SPD/Bürgerliste?
- wurden Zahlen im Kurverwaltungsbeirat "vertraulich" besprochen? Und jetzt von Marianne  Müller im Amtsblatt veröffentlicht?

 

Sämtliche Antworten würden allerdings ein bezeichnendes Licht auf den derzeitigen Wahlkampf der SPD (und der Aktiven Bürger Waldbronn) werfen. Vielleicht gibt es ja noch weitere Antworten?
Zukunft Waldbronn macht hierzu gerne eine Gegendarstellung der für die veröffentlichten Zahlen Verantwortlichen.


2. Operation Halbwahrheiten Teil 1: Es wird der Eindruck erweckt, der Eistreff würde nur einen Zuschuß von € 12.550 benötigen (€ 62.550 Zuschuss abzüglich Pacht € 50.000). Was davon zu halten ist, erklärt sich - siehe oben - von selbst.

Wenn es so wäre, wie SPD/Bürgerliste es darstellen, würde kein Gemeinderatsmitglied die Zukunft des Eistreffs in Frage stellen! Niemand im Gemeinderat ist ein "Gegner" des Eistreffs. Doch die Fakten sind eben anders!

3. Operation Halbwahrheiten Teil 2:
"Ein Schelm, wer böses dabei denkt. Das muss wohl ein Schock für alle Gemeinderäte gewesen sein"
so die einleitenden Worte der SPD/Bürgerliste im Amtsblatt.

Bewußt wurde der Eindruck erweckt, die Freien Wähler (bezeichnet als "Gegner des Eistreffs") hätten aufgrund der Höhe der Abbruchkosten den Antrag gestellt, den Tagesordnungspunkt abzusetzen.
Nein, es war kein Schock. Und es wurde sehr wohl damit gerechnet.
Und die Abbruchkosten waren allseits aufgrund der Unterlagen im Bürgerinformationssystem bekannt.


Doch warum wollte  Bürgermeister Franz Masino diesen Tagesordnungspunkt überhaupt aufnehmen? Obwohl der damalige Beschluss des Gemeinderats deutlich umfangreicher von der Verwaltung zu beantworten war?
Und echauffierte sich aufgrund des Antrags der Freien Wähler?

Weil die vorbereiteten  "Plädoyers" für den Eistreff zwecks Stimmenfang nicht öffentlichkeitswirksam verlesen werden konnten?

Wer lesen kann, ist klar im Vorteil. Die ausführliche Darstellung finden Sie unten.

Dieser neuerliche Vorfall nun - betreffend Zahlen Eistreff-  ist so bemerkenswert, dass er aufsichtsrechtlich geprüft werden sollte.
Hier nochmals die Details zum Eistreff (Plan 2018):